Besuch im Sanctuaray of Truth in Pattaya

posted in: Pattaya, Thailand | 2

Wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt bin ich ein wenig tempelmüde, aber Pattaya hat ja sonst nicht so viel zu bieten. Also fuhr ich zum Sanctuaray of Truth, dem Heiligtum der Wahrheit. Das ist ein sehr großer Tempelkomplex, der ausschließlich aus Holz gebaut wurde. Vom nördlichen Ende der Strandstraße liegt er nur fünf Kilometer entfernt direkt am Meer.

Dort angekommen zahlt man erst mal 500 Baht eintritt, was etwa 12 € entspricht und ein wenig happig erscheint. Entsprechend hoch stiegen meine Erwartungen.

Nachdem der Eintritt bezahlt ist, geht es über eine Holztreppe hinunter zum Tempel direkt am Meeresufer. Auf dem Weg zur Treppe kommt man vorher aber noch an einigen anderen interessanten Stellen auf dem Tempelgelände vorbei: Einem Schießstand, einem Geländeparcours für motorisierte Dreiräder, einer Koppel mit zwei Ponys, die man reiten kann, zwei Elefanten nebenan, die man auch reiten kann, sieben Kaninchen, die man für 20 Baht füttern darf, ein paar Ziegen, die man auch füttern darf für eben solche 20 Baht und schließlich ein paar Fische, denen man ihr Futter ins Wasser werfen darf für, man zeigt sich etwas großzügiger, nur 15 Baht. Und spätestens jetzt fängt man an, sich zu fragen, wo man hier eigentlich gelandet ist. Ein Schießstand? Ein Parcours für lärmende motorisierte Spaßdreiräder? Und all das in einem Heiligtum, wo man eine friedliche und spirituelle Atmospähre erwarten würde?

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Meine Erwartungen gingen deutlich nach unten. Aber dann sah ich den Tempel zum ersten Mal aus der Ferne. Und dieser Anblick war schon gewaltig!

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Alle prächtigen Tempel wie die Shwedagon Pagode, Angkor oder Wat Arun sind alle sehr alt, wurden vor Jahrhunderten gebaut und haben eine lange Geschichte. Natürlich glaubt man, dass auch der Sanctuary of Truth sehr alt ist. Tatsächlich wurde mit dem Bau aber erst 1981 begonnen und, das ist noch viel überraschender, er soll erst 2025 vollendet werden. An einer Fassade hing ein relativ kleines Gerüst. Das war Grund genug, für alle Besucher das Tragen von Schutzhelmen zur Pflicht zu machen. Ein komisches Gefühl, mit so einem Plastikhelm auf dem Kopf durch solch einen Tempel zu marschieren!

Der Bau des Tempels geht auf einen thailändischen Milliardär zurück, der ihn auch finanziert und der wohl eine Mission hat, die Welt zu verbessern. Dieses Heiligtum beherbergt unzählige buddhistische und hinduistische handgeschnitzte Skulpturen und Figuren, und seine Architektur ist an den Baustil der Khmer in Kambodscha angelehnt. Er ist hundert Meter lang und soll hundertfünf Meter hoch sein.

Die offizielle Webseite gibt ein paar Hintergründe zum besseren Verständnis, und ich versuche mich mal an einer freien Übersetzung: “Das Gebäude wurde entsprechend dem antiken thailändischen Einfallsreichtum entworfen, und jeder Quadratmeter ist belegt mit geschnitzten Holzfiguren. Zielsetzung der Dekoration mit diesen Holzskulpturen ist, Kunst und Kultur als Reflextion der antiken Vision auf die Erde, antiken Wissens und östlicher Philosophie zu nutzen. Innerhalb der Anlage werden Besucher antikes Leben, menschliche Verantwortung, die Grundsätze des Denkens, den Zyklus des Lebens, die Beziehung zwischen Leben und Universum und das allgemeine Ziel des Lebens als Utopie verstehen.” So weit also alles klar?! Zumindest eines scheint klar zu sein. Dass es sich hier nämlich nicht um einen traditionellen Tempel handelt. Besucher müssen sich nicht einmal die Schuhe ausziehen, wenn sie ihn betreten, noch kommen sie hierher, um zu beten.

Beeindruckend war die unglaubliche Anzahl dieser Holzskulpturen, wo immer man auch hinschaute.

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Draußen vor dem Gebäude arbeiteten Holzschnitzer an neuen Figuren. Es schien mir, das sie alle aus Kambodscha kamen.

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Auch, wenn man den Tempel betritt, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Einmal mehr zahllose Holzschnitzereien, die sehr schön beleuchtet sind.

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Um es schließlich zusammenzufassen: Der Eintritt mag ein wenig hoch sein, aber, was man zu sehen bekommt, ist ganz sicher jeden einzelnen Baht wert. Und das Sanctuary of Truth gehört ohne Zweifel zu den Pflichtbesuchen, wenn man in Pattaya ist. Selbst, wenn man hier mit ganz anderer Zielsetzung hingekommen ist.

Klick auf die Diashow über dem Artikel, um mehr Bilder zu sehen.

2 Responses

  1. klimke rosemarie
    | Reply

    hallo stephan, danke für die schönen bilder,alles super, was du uns zu sehen gibst, auch die texte hierzu finde ich ganz toll. habe auch schon thailand besucht, doch vieles von dem , sah ich damals nicht, für mich ist es wie ein neuer besuch in diesem land.es ist sicher zur zeit sehr heiss, eine freundin befindet sich zur zeit in pattaya, zum baden, ganze 6 wochen lang. mach weiter so
    mfg r.klimke

  2. Stefan Dahle
    | Reply

    Liebe Frau Klimke, es freut mich, wenn es Ihnen gefällt!
    Heiß ist es hier zur Zeit nicht. Und Ihre Freundin, die einen Badeurlaub ausgerechnet in Pattaya macht, muss ich irgendwann mal kennenlernen ;-)
    Grüße an alle. Stefan

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