Besuche Singapur und übernachte in Indonesien

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Singapur ist eine teure Stadt, auch für westliche Maßstäbe. Als ich mich entschied, Singapur zu besuchen und nach einem Hotel suchte, war ich schockiert über die hohen Preise, die man selbst für bescheidene Unterkünfte mit fragwürdigen Bewertungen zu bezahlen hat.

Ich überlegte mir schon, ob ich Singapur nicht von meiner Zielliste dür diese Asienreise streichen sollte, als ich auf Batam stieß. Batam ist eine kleine Indonesische Insel, die 20 KM südlich von Singapur liegt und die durch fast stündliche Fährverbindungen problemlos erreichbar ist. Die Fahrt mit der Fähre dauert in etwa 50 bis 60 Minuten von Batam Centre, einem von mehreren Fährhäfen auf Batam. Und die Boote sind relativ komfortabel.

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Allerdings muss man berücksichtigen, dass jede Reise mit dem Grenzübertritt in ein anderes Land verbunden ist. Das heißt, man muß jedes Mal die Einreisekarten ausfüllen, 10 US$ für das Visum nach Indonesien bezahlen und durch die Passkontrolle. Ein Hin- und Rückfahrtticket kostet 38 US$. Und man muß natürlich mehr Zeit mitbringen. Denn man sollte mindestens 30 Minuten vor Abfahrt am Terminal sein und, wenn man Pech hat, steht man bis zu 40 Minuten in der Schlange vor der Passkontrolle bei gleichzeitiger Ankunft von zwei Fähren. Alles zusammen gerechnet kann man dann zwei Stunden einkalkulieren für eine einfache Fahrt. Ich habe die Fähre drei Mal genutzt und musste mit einer Ausnahme nie länger als 10 Minuten bei der Einreise nach Singapur oder Indonesien warten.

Auf der anderen Seite spart man eine Menge Geld, selbst wenn die zusätzlichen Fähr- und Visakosten mitgerechnet werden. Ich hatte das Harris Hotel Batam Centre gebucht, dass nur drei Minuten zu Fuß vom Terminal entfernt liegt. Das Hotel hat 4 Sterne und ist in jeder Hinsicht recht gut. Und für vier Tage habe ich nur 180 US$ bezahlt. Ich schätze, dass ein vergleichbar gutes Hotel in Singapur mindestens das Dreifache gekostet hätte.

Darüberhinaus hat man den Vorteil, zwei Länder gleichzeitig zu besuchen, obwohl Batam nicht wirklich viel Sehenswertes zu bieten hat. Die Inselhaupstadt ist Nagoya, wo man im sogenannten Entertainment District recht viel Spaß haben kann. Eigentlich ist dieser Distrikt eher ein kleines Rotlichtviertel mit etlichen Pubs, Bars und Restaurants. Das Essen und die Getränke sind billig. Und die Mädels offensichtlich auch, denn über die Wochenenden strömen die Herren aus Singapur in Massen herein, um sich zu amüsieren.

Ich spazierte nachmittags durch Nagoya und machte ein paar Aufnahmen. Die Menschen sind extrem freundlich und glücklich, wenn man sie fotografiert.

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Nach einer Weile kam ich bei einem kleinen Verkaufsstand vorbei, wo man Drinks und Snacks kaufen konnte. An den Plastiktischen und -stühlen saßen ein paar einheimische Männer, die sich mit irgendeinem Brettspiel vergnügten. Ich kaufte mir eine Cola und setzte mich an einen Tisch. Es dauerte nicht lange, bis sich zwei der Männer zu mir setzten und mich mit Fragen bombardierten. Die meisten von ihnen sind Moto Taxifahrer. Einer von beiden war sein Leben lang Seemann. Aber jetzt, im Alter von 45 Jahren, reichen seine Fähigkeiten nicht mehr aus, um auf einem modernen Schiff fahren zu können. Deshalb versucht er, sich und seine Familie mit dem Moped über Wasser zu halten, was ihm nur schwerlich gelingt. Er sprach sehr gutes Englisch und läßt keine Gelegenheit aus, um jeden westlichen Fremden anzusprechen in der Hoffnung, irgendwann einmal auf einen zu stoßen, der ihm einen besseren Job besorgen könnte.

Er fragte mich schließlich, ob ich ihn nicht für ein paar Stunden mieten wolle, um mich über die Insel zu fahren. Aber ich mußte ihn leider enttäuschen. Dann fragte er mich, ob ich nicht ein Mädel haben wolle. Er könne mir eine Süße besorgen. Da mußte ich ihn aber auch wieder enttäuschen.

Überhaupt wird einem ständig von jedem Taxifahrer ein Mädel angeboten. Selbst wenn sie kaum ein Wort Englisch sprechen, aber für ” You want bumm bumm?” reicht es immer.

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