Der Big Buddha in Pattaya

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Kann man Pattaya mögen? Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach mit NEIN! zu beantworten. Denn es ist schwierig, eine differenzierte Meinung zu dieser Stadt zu entwickeln. Entweder man hasst oder liebt Pattaya.

Also, wer könnte diese schnell wachsende Stadt mit ihren aktuell etwas über 100.000 Einwohnern lieben? Vielleicht verliebt man sich in den vier Kilometer langen Strand, der aber nur vier Meter breit ist und der eine fragliche Wasserqualität hat und vollgestopft mit Sonnenschirmen ist und der so aussieht:

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Oder man liebt das berühmt-berüchtigte Nachtleben. Nachtleben in Pattaya bedeutet Mädchen und Sex, was sich in den Tausenden Bierbars, Go-Go-Bars, Massagesalons, Straßenprostituierten und der weltberühmten Walking Street widerspiegelt. Man darf wohl annehmen, dass es genau diese Leute sind, die genau deshalb nach Pattaya kommen und überwiegend männlich sind.

Ich habe überhaupt kein Problem mit dieser Art von Nachtleben. Man findet es in dieser Form auf Phuket und sonst wo in Thailand Touristenhochburgen. Aber dort findet es auf einem viel niedrigeren Niveau statt und dominiert nicht den ganzen Ort derartig, wie es in Pattaya der Fall ist. Hier ist es fast unmöglich, einen ruhigen Ort zu finden, wo man sein Bierchen gemütlich mit einer Hintergrundmusik und den Ohren noch verträglciher Lautstärke genießen könnte.

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Der Verkehr ist natürlich chaotisch. Man muss permanent aufpassen, wenn man den Bürgersteig verlassen muss. Und das passiert eigentlich ständig, da die Gehwege entweder blockiert oder von Menschen übervölkert sind. Und interessanterweise ist Pattaya die einzige Stadt in Thailand, in der es seltsamerweise keine Tuk-Tuks gibt. Der öffentliche Nahverkehr wird durch die Minibusse, die Songthaews, und durch die an jeder Ecke auf Kunden wartenden Mototaxis abgewickelt.

Aber Pattaya hat auch ein paar schöne Plätzchen, die einen Besuch wert sind. Ich fuhr heute zuerst zum Leuchtturm am Bali Hai Pier, der besonders für seine schönen Sonnenuntergänge bekannt ist. Als ich dorthin kam, warteten ein paar Fischer geduldig auf einen Fang, und ein Hochzeitspaar ließ romantische Fotos von sich am Strand machen.

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Ich fuhr weiter und kam an einen schönen Aussichtspunkt mit Blick über die Bucht von Pattaya.

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Mein nächstes Ziel war der Big Buddha auf dem Phratamnak Hill, einer Attraktion, die wohl alle größeren Touristenorte in Thailand haben. Kurz vorher lag aber noch ein Chinesischer Tempel, der Wang San Siem.

Der Tempelkomplex sieht aus wie ein Park und wurde nach den Prinzipien des Fengshui entworfen. In einem kleinen See thront die Statue der Göttin der Gnade, Guanyin.

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Dann fuhr ich schließlich zum Tempel Wat Phra Yai mit dem Big Buddha. Eigentlich habe ich schon genug Big Buddhas in meinem Leben gesehen. Der hier war es aber trotzdem wert, und man hat einen schönen Blick über Pataya und das Meer.

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Der Tempel und die Buddhastatue wurden in den Vierzger Jahren gebaut, als Pattaya noch ein kleines Fischerdorf war.

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Ringsum die Statue stehen noch sieben weitere kleine Buddhafiguren, die jede für sich einen bestimmten Wochentag repräsentieren. Für uns aus der westlichen Welt hat der Wochentag unseres Geburtstages keine Bedeutung, weshalb ihn auch kaum jemand kennt. Aber für einen thailändischen Buddhisten ist dieser Tag sehr wichtig. Deshalb gehen die Gläubigen nur zu der Buddhafigur ihres Geburtswochentages, zu dem sie dann beten und kleine Gaben hinterlassen.

Jeder Tagesbuddha hat seine eigene Bedeutung beziehungsweise Funktion. Der Montagsbuddha sorgt für Frieden, der Dienstagsbuddha für guten Schlaf (weshalb er meist liegt!), der Mittwochsbuddha für eine gute Persönlichkeit, der Donnerstagbuddha für die Gabe zur Meditation, der Freitagsbuddha für Glück, der Samstagsbuddha für Schutz gegen Naturkatastrophen und der Sonntagsbuddha für die notwendige Fürsorge, wenn man arm ist.

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Pratamnak Hill und der Big Buddha sind von der Stadtmitte aus leicht und innerhalb von fünfzehn Minuten mit dem Moped zu erreichen.

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