Ein regnerischer Tag in Singapur

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Man sollte Singapur besser nicht im November und Dezember besuchen. Ich tat es trotzdem und werde es ganz sicher niemals wieder tun.

Ich wolle heute nach Little India. Wer glaubt, dort in einer Art echter indischer Umgebung mit entsprechender Atmosphäre und Flair zu landen, der sollte das besser ganz schnell vergessen. Little India in ist genau so steril und sauber und ordentlich wie der Rest von Singapur.

Als ich die MRT-Station verlassen hatte, hingen die dunkeln, dicken Wolken sehr tief. Aber immerhin war es noch trocken. Ich lief dann die Serangoon Street entlang zum Kuil Gaya Buddha Sakya Muni Tempel. Dieser buddhistische Tempel wurde von einem thailändischen Mönch im Jahr 1927 gegründet und beherbergt eine große Buddha Statue, die sage und schreibe 300 Tonnen wiegt und 15 Meter hoch ist. Außerdem wird sie von Hunderten kleiner Lichter umrahmt, weshalb man den Tempel auch “Tempel der 1000 Lichter” nennt.

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Gleich nebenan findet man einen chinesischen Tempel, den Tokong Buddha Leong San. Ganz nett anzuschauen, aber nichts Besonderes.

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Ich lief dann weiter zum Sri Srinivasa Perumal Tempel. Der war wirklich sehr interessant. Es handelt sich hierbei um einen Hindu Tempel, der Vishnu gewidmet ist. Er ist ein nationales Monument und einer der ältesten Hindu Tempel in Singapur.

Sein sogenannter Gopuram, der Turm, zeigt die verschiedenen Inkarnationen von Vishnu in Form von sehr schönen, bunten Skulpturen und Figuren. Ähnliche religiöse Kunstwerke findet man auch im Inneren des Schreins.

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Ich war gerade mal zwei Stunden unterwegs, als ich den Tempel verließ und es zu regnen begann. Ich konnte mich gerade noch in ein kleines chinesisches Straßenrestaurant retten, wo ich eine Stunde gefangen war und nichts weiter tun konnte, als den Regentropfen hinterher zu schauen. Als es endlich zu regnen aufhörte, marschierte ich weiter, da ich unbedingt noch die Abdul Ghafoor Moschee sehen wollte.

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Aber ich hatte kein Glück! Nach zehn Minuten ging es wieder los. Und zwar noch heftiger als zuvor. Also musste ich mir einen neuen sicheren Hafen suchen. Ich landete bei einer Inderin in ihrem Restaurant, wo ich den schlechtesten Hamburger meines Lebens aß. Und ich saß dort noch einmal eine Stunde. Schließlich beschloss ich, mich wie ein Mann zu verhalten und kämpfte mich durch den Regen zur Moschee.

Die Moschee ist ein interessanter Ort, auch wenn sie nicht so spektakulär wie der Hindu Tempel ist. Sie wurde 1907 gegründet und diente damals vornehmlich den aus Südindien stammenden moslemischen Händlern in Little India.

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Als ich die Moschee verließ, regnete es weiter unaufhörlich. Mein ursprünglicher Plan, anschließend noch nach Chinatown zu fahren, fiel damit im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Deshalb gab ich auf und fuhr zurück zum Hotel, zumal es wegen der verlorenen Zeit schon recht spät geworden war.

Jeder hat ja seine eigenen Wahrnehmungen und Vorlieben. Aber für mich war Little India eine einzige Enttäuschung, wenn man von den Tempeln absieht. Das Viertel besteht aus ein paar Straßen mit typisch indischen Geschäften, wo man Teppiche, Elektronik und andere Sachen kaufen kann. Aber ein irgendwie indisches Gefühl kommt sicher nie auf, wenn man durch das Viertel läuft.

Klick auf die Diashow über dem Artikel, um mehr Bilder zu sehen.

One Response

  1. katja
    | Reply

    unser Weihnachten war leider auch verregnet. Steve wartet sehnsuechtig auf SChnee.
    Montag kommen Andi und Dieter mit Familie zum Essen- wir denken an Dich !
    LG, hk

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