Eindrücke aus Puerto Princesa auf Palawan

posted in: Palawan, Philippinen | 1

Bevor ich zu Puerto Princesa komme, muss ich erst einmal sagen: Ich liebe die Philippinen! Wenn man bisher noch nie in diesem wunderbaren Land gewesen ist, dann wird es jetzt Zeit.

Nicht nur dass die Philippinen mit über die schönsten tropischen Inseln auf der Welt verfügen, sie haben auch die freundlichsten und herzlichsten Menschen, denen ich bisher begegnet bin.

Thailand wird als das “Land des Lächelns” bezeichnet. Kambodscha ist auch bekannt für das “Kambodschanische Lächeln” seiner Menschen. Und ich wundere mich, warum die Philippinen bisher nicht auch in irgendeiner Form mit Lächeln und Freundlichkeit in der Form in Verbindung gebracht worden sind.

Wo auch immer man hin kommt, die Menschen lächeln einen hier an und begrüßen einen mit “Welcome to the Philippines, Sir!”. Man hört es selbst von den kleinen Kindern, die einen auf der Straße verfolgen und nach deinem Namen fragen. Geht man in ein Restaurant oder Geschäft, wird man behandelt wie ein kleiner König. “Kann ich Ihnen helfen, Sir?”, “Was kann ich sonst noch für Sie tun, Sir?” “Vielen Dank, Sir!”, “Bitte schön, Sir!”.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, in denen die Menschen keine so natürliche, sondern eher eine aufgesetzte, künstliche Höflichkeit ausstrahlen, hat man bei den Filipinos immer das Gefühl, dass es ehrlich und aus tiefstem Herzen kommt. Nachdem man ein paar Tage in diesem Land verweilt hat, wirkt diese Freundlichkeit und Herzlichkeit regelrecht ansteckend, und man beginnt, selbst mehr zu lächeln als sonst. Und man fühlt sich gut dabei!

OK, jetzt aber zu Puerto Princesa, der Hauptstadt von Palawan. Die Insel zählt zu den ärmsten und unterentwickeltsten Regionen der Philippinen. Sie liegt etwa eine Flugstunde südwestlich von Manila. Die Wirtschaft ist überwiegend von Landwirtschaft und Fischerei geprägt.

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Puerto Princesa hat circa 240.000 Einwohner. Aber wenn man vom Flughafen gleich auf die Hauptstraße einbiegt und nach etwa zwei Kilometern das Zentrum erreicht, kann man es kaum lauben, in einer so großen Stadt zu sein. Alles wirkt ziemlich ruhig und eher provinziell, der Verkehr wird von den motorisierten Dreirädern dominiert, und die Häuser haben alle nicht mehr als zwei Stockwerke.

Nachdem ich in meinem Hotel, das eigentlich eher einem Guest House entspricht, eingecheckt hatte, mietete ich mir ein Moped und fuhr direkt ans Meer. Auf dem Weg dorthin kam ich zuerst an einer Kirche vorbei. Als ich dort hinein ging, stellte ich fest, dass gerade eine Beerdigungszeremonie für ein kleines Kind stattfand. Ich wollte selbstverständlich in dieser Situation nicht mit dem Klick-Klack meiner Kamera stören und ging schnell weiter.

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Als ich die Kirche verließ, sprach mich eine alte Frau an, die natürlich, wie alle Filipinos, gerne fotografiert wurde, obwohl sie sich ein wenig zierte. Sie meinte, sie sei zu alt und zu hässlich.

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Am Meer fand ich eine kleine Ansammlung von Holzhütten, in denen Fischer leben. Viele der Häuser waren auf Stelzen gebaut, wenn sie nahe am Wasser lagen. Die Siedlung sah sehr ärmlich aus.

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Die Straßen waren nicht gepflastert, und viele Hühner rannten durch die Gegend, wenngleich nicht alle:

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Wie immer war ich schnell wieder von Kindern umzingelt.

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Die schwarzen Wolken hingen tief, und ich befürchtete, dass es gleich anfangen würde zu regnen. Deshalb verließ ich die Fischer und setzte mich an einem der vielen kleinen Kioske, die man alle hundert Meter an der Straße findet, hin und trank eine Fanta. Es war schon 16:00, und die Kinder amen gerade aus der Schule. Außerdem lag der Kiosk direkt an einer Straßenkreuzung. Also, ein idealer Platz, um die Kamera mit Teleobjektiv auf dem Schoß zu haben und nur noch abzuwarten.

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Ich muss zugeben dass Kinder meine bevorzugten Zielobjekte für die Kamera sind, Aber ich mache genau so gerne Bilder vom alltäglichen Leben auf der Straße.

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Das Foto wurde direkt bei mir um die Ecke aufgenommen. eine sehr ärmliche Gegend, fast schon ein Slum.

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Abends war ich dann in einem sehr schönen Restaurant, wo ich in einer Art großem Biergarten saß. Das Restaurant ist bekannt für seine philippinischen Spezialitäten. Ich bestellte einen Farmersalat, ein halbes Grillhähnchen, Reis und Kalamares. Das ist zwar alles nicht gerade landestypisch und die Kombination ist vielleicht auch etwas seltsam, aber ich hatte einfach Heißhunger darauf.

Und anschließend das Nachtleben! Nachtleben? Kein Nachtleben! Außer ein paar Restaurants und Karaoke Bars habe ich hier nichts gefunden.

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One Response

  1. hk
    | Reply

    tja, da musste ich selbst laecheln, als ich Deine Einleitung las. thanks

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